Login

Umfrage

  • Haben Sie Interesse an Softwaretipps für Webmaster?
  •  
  • ja
  • nein
  •  


Linktipps

Anzeige

 

 

www.kreditexperte.de/onlinekredit/

Psychologische Faktoren bei der Content-Erstellung: Social Proof und das Baader-Meinhof-Phänomen

Bild zur Newsmeldung

Um Content nah an den Bedürfnissen, Anforderungen und Interessen der Zielgruppe und somit erfolgreich und nachhaltig zu erstellen, hilft ein Blick in die Psyche der Adressaten. Durch das Heranziehen unterschiedlicher psychologischer Strategien ist es möglich, das Nutzerverhalten und Reaktionen auf einen Content in gewissem Maße zu steuern und zu beeinflussen.



Social Proof - der "Ich-auch-Effekt"



Der Effekt des Social Proof basiert auf dem Phänomen, dass sich (potenzielle) Käufer leicht von der Meinung anderer Kunden beeinflussen lassen und Verhaltensmuster entsprechend kopieren.



Im Rahmen des Online-Marketings lässt sich der Effekt durch das Einsetzen von Social-Sharing und Follow-Buttons nutzen. Haben viele Kunden einen bestimmten Inhalt bereits geliked oder geteilt, ist die Hemmschwelle für zukünftige Konsumenten geringer. Sie tendieren durch den Social Proof eher dazu, einen Beitrag ebenfalls zu liken oder zu teilen. Das Phänomen lässt sich auf die Interaktionsraten in sozialen Netzwerken und die Platzierung von Kundenbewertungen innerhalb eines Online-Shops anwenden. Der Social Proof stellt für den potenziellen Käufer zum einen eine Orientierung und zum anderen eine Absicherung dar.



Das Baader-Meinhof-Phänomen - Die Illusion der Häufigkeit



Das Baader-Meinhof-Phänomen beschreibt eine kognitive Verzerrung, durch die Konsumenten nach dem ersten Touchpoint mit einer Werbung, einer Thematik oder einem Produkt diese(s) plötzlich vermehrt im Alltag wahrnehmen. Während der Customer Journey begegnet dem Kunden das Thema über mehrere Touchpoints hinweg immer wieder.



Das Phänomen lässt sich dabei leicht an einem Beispiel verdeutlichen: Eine Person sieht einen Werbespot für ein bestimmtes Produkt im Fernsehen. Kurz darauf trifft er auch im Internet, in sozialen Netzwerken und in unterschiedlichen Print-Produkten auf Werbung für das Produkt. Genau zu dieser subjektiven Verzerrung kommt es durch das Baader-Meinhof-Phänomen.



Der Effekt lässt sich dabei in zwei abhängige Prozesse unterteilen: Der Generierung von Aufmerksamkeit und dem kundenseitigen unbewussten Ausschauhalten. In der selektiven Phase nimmt der Kunde beispielsweise ein neues Produkt bewusst wahr. Ausgehend von diesem ersten Touchpoint hält der Kunde unbewusst weiter danach Ausschau und ihm fällt auf, dass ihm das Produkt plötzlich überall in seinem Alltag begegnet.



Das Baader-Meinhof-Phänomen lässt sich im Bereich des Marketings besonders in der Pflege von Kontakten und Leads anwenden: Nachdem ein Kunde sein Interesse für ein bestimmtes Produkt bekundet und eine gesteigerte Aufmerksamkeit vorliegt, gilt es, den Kunden in unterschiedlichen Kanälen durch gezieltes Retargeting immer wieder auf das Produkt hinzuweisen. Auch durch effektives E-Mail-Marketing lässt sich mithilfe des Phänomens die Conversion Rate steigern.



Psychologische Faktoren für die Content-Erstellung



Nicht nur das Baader-Meinhof-Phänomen oder das Social Proof-Prinzip bieten verkaufspsychologische Effekte im Marketing, die bei der Content-Erstellung gezielt eingesetzt werden können.



Eine gezielte Beeinflussung des Kaufverhaltens von Kunden wird vor allem bei unterschiedlichen Preismodellen verwendet. Sobald den Kunden ein Vergleich dargeboten wird, entscheiden sie sich häufig für die teurere Variante. Dies liegt am sogenannten Lockvogel-Effekt. Wichtig ist, dass möglichst drei unterschiedliche Modelle angeboten werden, bei denen dem Käufer die Vorteile anhand eines Referenzrahmens vorgestellt werden und er sich so für diejenige entscheidet, die am besten für das Unternehmen ist.



Auch der psychologische Effekt der künstlichen Verknappung wird im Online-Bereich häufig angewendet. Hier werden Kunden eindringlich auf die Knappheit eines Produkts hingewiesen und damit die Begehrtheit eben dieser "fast ausverkauften" Produkte gesteigert. Kunden haben das Gefühl, dass sie "jetzt oder nie" zugreifen müssen und tendieren durch diese Stresssituation eher zum Kauf.



Über den Autor

Marian Wurm ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Online-Marketing ist für Marian Wurm und seine 150 Mitarbeiter nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Seit der Gründung im Jahr 2001 wurden von der Internetagentur bereits über 2.500 Kundenprojekte erfolgreich realisiert. An inzwischen 10 Standorten im gesamten D-A-CH-Gebiet werden sowohl SEO-, SEA-, Affiliate-Marketing-, E-Mail-Marketing- als auch Social Media-Strategien für Kunden aller Branchen von der Löwenstark Online-Marketing Agentur entwickelt und betreut.

23.02.2018
Zurück zur Übersicht
 
Anzeige