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German Privacy Foundation will Schutz der Privatsphäre in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung sichern

Bild zur Newsmeldung
Inkompetenz bei Behörden kann eine Achillesferse des technischen Datenschutzes sein – auch für Anonymisierungsdienste. Besonders akut ist das Problem in Deutschland, wo Betreiber von TOR-Nodes bereits Opfer von Razzien wurden – wobei den durchführenden Sicherheitsbehörden offenbar nicht klar war, dass sie auf diese Weise den Urheber einer inkriminierten Botschaft nicht finden können. Viele Bürgerrechtler setzen deshalb ihre Hoffnung auf Nodes im Ausland, wo die Betreiber teilweise wesentlich besser geschützt sind als hierzulande.

Der neu gegründete gemeinnützige Verein German Privacy Foundation will einen anderen Weg gehen: Er versucht, das Fachwissen und den Berufsschutz von Juristen, Journalisten und IT-Fachleuten zu bündeln, um über anonyme und verschlüsselte Kommunikation informieren zu können, aber auch um selbst technische Lösungen anzubieten. Von dem Verein angebotene Schulungen sollen dazu beitragen, dass der Bereich Sicherheit im Internet in den Medien "besser und sachgerechter" dargestellt wird.

Weil es in Deutschland aufgrund der zunehmenden Verwendung von IP-Adressen in Strafverfahren immer häufiger zu Ermittlungen gegen die Betreiber von TOR-Nodes kommt, will die German Privacy Foundation sowohl TOR-Admins als auch Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften unterstützen, um die Zahl der TOR-Raids zu verringern. Dazu soll neben einer technischen Aufklärung der Ermittler auch ein Log-Service für das TOR-Netz beitragen, um, so die Initiatoren, "im Falle von Ermittlungen gegen TOR-Admins den Nachweis erbringen zu können, dass der TOR-Node zum Tatzeitpunkt online war und ein Missbrauch des Dienstes möglich ist." In Ausnahmefällen will die German Privacy Foundation privaten Betreibern von Anonymisierungsdiensten auch Rechtsbeistand vermitteln.

Zur Kontaktaufnahme bietet der Verein eine "vorratsdatenfreie Nachrichtenbox", bei der die Nachrichten auf dem Server gespeichert werden. Weil dabei auch nach den neuen Regeln zur Vorratsdatenspeicherung keine rechtliche Verpflichtung zum Festhalten der Absender- und Empfängerdaten besteht, kann auf diese Weise anonym kommuniziert werden. (pem/Telepolis)
07.12.2007
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