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O'Reilly vs. Arrington

Bild zur Newsmeldung
Sollten Microsoft und Yahoo aufgeben und ihre Suche an Google outsourcen? Das rät nämlich Tim O'Reilly den beiden Unternehmen und erläutert das auch in seinem O'Reilly Radar. Michael Arrington, Gründer und Co-Herausgeber vonTechCrunch, hat dazu eine deutliche Gegenposition und sagt klar "Nein" zum Outsourcing an Google. Er ist davon überzeugt, dass ein absolutes Monopol in der Suche ein Desaster für das Internet sei. Arrington sagt, dass es noch viel zu früh sei, den "Search War" für verloren zu erklären. Dafür gäbe es zu viele neue Bereiche, die es noch einzunehmen gilt.

"Wenn wir heute glauben, dass die Internetsuche ihren Gipfel bereits erreicht hat, dann könnten wir auch sagen, der moderne Flugzeugbau wäre schon vor dem ersten Weltkrieg perfektioniert gewesen." Bereiche wie die semantische Suche, Videosuche, Bildersuche und die Suche in speziellen Nischen seien nach wie vor zu berücksichtigen. Nur weil Google die Textsuche beherrscht, müsse man ihnen ja nicht auch alle anderen Bereiche überlassen.

Ein Monopol sei auch innovationshemmend, denn ohne Microsoft und Yahoo wäre Google nicht mehr unbedingt gezwungen, so schnell Produkte und Services zu entwickeln. Natürlich bestünde immer noch die Möglichkeit, dass hier und da ein Start-up eine Herausforderung für Google darstellen könnte. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass ein Neuling sich etablieren könnte, allein schon wegen der hohen Kosten, das gesamte Web zu indexieren. Ohne echte Konkurrenz würde Google vermutlich einfach jedes vielversprechende Start-up schlucken.

Arrington ist der Meinung, dass Google es sich ein wenig zu bequem macht in seiner überaus dominanten Position. Viele würden sich wünschen, dass das Cost-per-Click-Modell überarbeitet wird. Werbetreibende würden ganz besonders gern ein Cost-per-Order-Modell sehen. Google braucht jedoch aufgrund seiner Marktposition nichts zu verändern. Arrington findet, dass das gegenwärtige System gut für Google, aber schlecht für Werbetreibende und noch schlechter für AdSense Publisher sei.

Den ganzen Beitrag von Michael Arrington als Reaktion auf Tim O'Reillys Vorschlag, die Suche vollständig Google zu überlassen, finden Sie am Ende des heutigen Adzines. Ich halte den Beitrag für sehr richtig und wichtig. Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass Google sich mit Search schon lange nicht mehr zufrieden gibt und mit Hochdruck an einer führenden Position in der Display-Werbung arbeitet. Vor diesem Hintergrund ist es überaus wünschenswert, dass Unternehmen, die eine ernsthafte Konkurrenz zu Google darstellen könnten, keinen Zentimeter des Search-Terrains kampflos aufgeben.

Vorher haben wir haben noch ein anderes wichtiges Thema. Letzte Woche erschien bei Spiegel Online ein Artikel über die Pannen, die im Affiliate-Marketing auftreten können. Werbung auf unerwünschten oder sogar illegalen Internetseiten kann das Resultat sein. Der Spiegel-Journalist macht damit Sachverhalte aufmerksam, die schon seit Jahren bekannt sind, gegen die aber noch keine echte Handhabe gefunden wurde. Sandra Goetz hat mit einigen Kennern der Branche gesprochen und sich ein Bild gemacht.
29.05.2008
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