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Nigerianische E-Mail-Betrugsmasche zieht immer noch

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4,3 Milliarden US-Dollar haben E-Mail-Betrügereien voriges Jahr an Verlusten verursacht. Noch immer ist der Nigeria-Betrug oder 419-Scam am erfolgreichsten, obgleich er seit den 70er-Jahren zunächst mit Briefen, dann mit Fax-Sendungen und schließlich mit E-Mails betrieben wird, die zu Millionen versendet werden. Dabei wird den Empfängern in einem "Geschäftsvorschlag" versprochen, sie könnten große Summen verdienen, wenn sie helfen, ein Geschäft, meist ein Geldtransfer, in die Wege zu leiten und einen gewissen Betrag vorschießen. Auf das große Geld warten die Betrogenen dann ebenso vergeblich wie auf eine Rückzahlung des Vorschusses.

Die niederländische Firma Ultrascan, die seit 1996 E-Mail-Betrügereien untersucht und jetzt den Bericht für das Jahr 2007 veröffentlicht hat, spricht von einer "schnell wachsenden multinationalen Industrie in 69 Ländern". Mindestens 250.000 Nigerianer sollen an den 419-Scams beteiligt sein und 31.000 in anderen Ländern, die meisten davon in den USA, China und Kanada. Das ganze Ausmaß der Vorschussbetrügereien ist allerdings nicht bekannt. Aufgrund der vorhandenen Informationen geht Ultrascan davon aus, dass 95 Prozent der Lotterie- und 88 Prozent der Scheckbetrügereien mit der Nigeria Connection zu tun haben. Allein in Deutschland sollen die Verluste mit den Betrügereien bei Firmen und Personen 2007 mindestens 280 Millionen US-Dollar betragen haben, in den USA sollen sie sich gar auf mindestens 830 Millionen US-Dollar belaufen. Besonders hoch seien auch die Verluste in Großbritannien (580 Millionen US-Dollar) und Spanien (355 Millionen US-Dollar) gewesen. Einzelfälle von Verlusten in Millionenhöhe seien gar nicht so außergewöhnlich.

Die Firma hat auch eine Untersuchung der 362 schwersten Betrugsfälle ausgeführt, in der die Opfer mehr als 190.000 Euro verloren haben. Das Ergebnis: Besonders Akademiker und gut ausgebildete Personen scheinen den Betrügern am schnellsten auf den Leim zu gehen - allerdings dürften sie auch am ehesten das Geld dafür haben, sich mit solch hohen Summen betrügen zu lassen. Bei 85 Prozent der Opfer soll der Verlust eines Elternteils durch Tod oder schmerzhafte Trennung vorangegangen sein. Dazu gehören Unternehmer, Kommissare und sogar 17 Direktoren von Unternehmen, die an der Börse notiert sind, wie die Times berichtet. Besonders verführbar seien Mediziner mit hohem Selbstvertrauen, wenn der Betrüger suggeriert, dass sie etwas Gutes täten. Schlecht ausgebildete oder finanziell unerfahrene Menschen seien hingegen für die Betrüger, so Ultrascan, nicht attraktiv, weil sie ihren eigenen Urteilen nicht trauen und bald feststellen würden, dass man ihnen eine Falle gestellt hat. (fr/Telepolis)
17.03.2008
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