Webdesign: Userfreundliches Design
Entstanden nach langjähriger Erfahrung in Webdesign und Ärger über viele Websites, die mit ein bisschen mehr Sorgfalt viel besser sein könnten.
1. Optimiert für Besucher
Man optimiert nicht für bestimmte Browser oder Auflösungen, sondern für Gäste. Die Besucher lassen sich nicht vorschreiben,
mit welchem Browser und welchen Plug-Ins sie zu surfen haben, solches interessiert sie meistens gar nicht. Sie erwarten einfach,
dass eine Site auf ihrem Bildschirm funktioniert und ihnen einen Nutzen bringt - ansonsten surfen sie gleich weiter und kommen
vermutlich nie mehr zurück. Deshalb: das höchste Ziel des Webdesigners muss es sein, allen potentiellen Kunden die
Inhalte ansprechend darzubieten.
2. Schnelle Ladezeiten
Erfolgreiche Seiten wie
Google
oder
Yahoo haben ein
einfaches Design. Besucher haben es oft eilig und überfliegen die Texte
auf Ihren Seiten nur. Das heisst, dass die Informationen in gut strukturierte
Häppchen aufgeteilt werden müssen. Das Wichtigste sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, denn viele machen sich gar
nicht die Mühe, nach unten zu scrollen.
Vergraulen Sie Ihre Gäste nicht mit komplexen, endlos ladenden Startseiten. Komprimieren Sie alle Bilder soweit, wie es die Qualität noch erlaubt. Bei Fotoarchiven können z.B. Thumbnails (kleine Vorschaubilder) gezeigt werden.
3. Regelmässige Aktualisierung und Zusatznutzen
Bieten Sie Ihren Kunden jederzeit aktuelle Informationen an. Dieser
plausible Grundsatz erfordert ein hohes Mass von Übersicht über die
eigenen Seiten und der Aufwand für die regelmässige Aktualisierung ist
nicht zu unterschätzen. Das Internet ist ein schnelles, interaktives
Medium, und Ihre Gäste kommen eher wieder, wenn Sie ihnen mehr bieten
können als andere Medien.
4. Wer sucht, der findet
Da die Gäste vor allem an Informationen interessiert sind, können
aufpoppende Werbebanner oder Eingangspräsentationen schnell zum
ärgerlichen Hindernis werden. Die Navigationsstruktur muss klar und selbsterklärend sein, damit der Besucher immer weiss, wo er sich befindet.
Falls das Menu auf Javascript oder Imagemaps basiert, sollte noch eine alternative Textnavigation angeboten werden.
Besonders nützlich und von den Besuchern gewünscht sind auch Suchmöglichkeiten auf der Website (z.B.
mit
http://www.freefind.com).
5. Die korrekte Beschriftung
Die Seitentitel (<title>...</title>) dürfen nicht vergessen werden
und sollten aussagekräftiger als bloss "Homepage" sein (auch
wegen der Suchmaschinen). Ein Titel wie "Frameset" verrät den Amateur! Bei Graphiken
den alternativen Text nicht vergessen (ALT= Bildbeschreibung) und die Grösse des Bildes angeben (width=..
und height=...), damit die Seite schneller geladen wird.
Gut sichtbare Kontaktadressen auf Ihrer Website ermöglichen einen Austausch mit den Besuchern. Auch
eine eMail-Adresse sollte ohne grosse Mühe auffindbar sein.
6. Multimedia
Die Wahl der Gestaltungsmittel
sollte sich an den Zielgruppen ausrichten, doch erfahrungsgemäss möchten
die meisten Besucher schnell zu Informationen kommen und nicht zuerst ein
Plug-In installieren. Animationen und Werbebanner erreichen zudem mehr Aufmerksamkeit, wenn sie mit Zurückhaltung eingesetzt werden.
Filme, Flash-Animationen und Musik können eine Website sehr bereichern, jedoch muss der Besucher
selber entscheiden können, ob er solche Angebote nutzen will oder lieber bei der HTML-Version bleibt.
7. Wahl der Schriften
Exotische Fonts sind vergebliche Mühe, denn sie werden in den Browsern oft gar nicht angezeigt. Das Stilmittel Fett eignet
sich am besten, um Aufmerksamkeit zu erregen. Überschriften zu unterstreichen ist Tabu, denn dies ist den Links vorbehalten.
Auf jeden Fall muss der Text genügend Kontrast zum Hintergrund haben - Hintergrundmuster in starken Farben wirken für die
Augen meistens störend. Verwenden Sie ein einheitliches System von Fonts und Farben durch ihre ganze Website hindurch.
8. Pflege der Links
Links, die in die Leere führen, sind ärgerlich. Bei der Überprüfung
eigener Linklisten helfen Gratis-Tools wie z.B.
der W3C Linkchecker.
Das nackte Grauen: Externe Links werden in den eigenen Frames dargeboten. Wer möchte schon, dass seine Site in die Frames einer
anderen Site eingeklemmt wird? Dies ist nicht nur ethisch problematisch, es kann sogar rechtliche Folgen nach sich ziehen. Abhilfe schafft target="_top" oder target="_blank".
9. Gestalten mit Tabellen
Unsichtbare Tabellen sind ein interessantes Gestaltungsmittel, jedoch oft heikel in der Handhabung. Ohne Leerschlag ( ) in die leeren Zellen
kann es zu einer verzerrten Darstellung kommen. Horizontales Scrollen ist verpönt - bei tiefen Auflösungen passiert dies oft, wenn die Tabellen zu breit und zu unflexibel
gestaltet wurden. Dies kann auch da Ausdrucken von Seiten behindern, was
bei vielen Gästen populär ist - also besser vorher testen.
10. Promotion
Die schönste Site nützt nichts, wenn sie nicht gefunden wird. Melden Sie Ihre Site bei allen wichtigen Suchmaschinen an,
tauschen Sie Links und bieten Sie Ihren Besuchern etwas Besonderes. Gute Meta-Tags erhöhen die Chancen, auf den Rankings der
Suchmaschinen im oberen Bereich zu erscheinen.