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Abgrenzung freiberufliche und gewerbliche Tätigkeit

Häufig entstehen im Rahmen einer Existenzgründung Missverständnisse bei den Begriffen "freiberufliche Existenzgründung" und "gewerbliche Existenzgründung". Schon vorweg: Es handelt sich beim Freiberufler um ein Konstrukt aus der Steuergesetzgebung. Dem Freiberufler sind zwar einige Rechtsformen verschlossen; zunächst gibt es aber einmal keinen direkten Zusammenhang zwischen Rechtsform und der Abgrenzung zwischen Freiberufler oder gewerblich Tätiger.



Die Existenzgründung als Freiberufler ist eine Sonderform der Selbständigkeit. Freiberufler sind nach Einkommensteuergesetz so genannten Dienstleister mit Dienstleistungen höherer Art. Mit anderen Worten, es ist davon auszugehen, dass hierfür in den meisten Fällen ein Studium notwendig ist. Die Art der Leistung, die Sie erbringen muss dann von Ihren hochwertigen Fachkenntnissen abhängen. Die Art der Leistung, mit der eine Freiberuflichkeit begründet werden kann, ist beratender, planender und allgemein komplexer Natur. Wer also eine Dienstleistung plant, die mit einem Kurs von einigen Tagen oder Wochen erlernt werden kann, ist in keinem Fall Freiberufler. Wer aber beispielsweise im Selbstlernverfahren Programmiersprachen wie SQL, Java und ähnliches erlernt hat und als Softwareentwickler arbeitet, ist eindeutig Freiberufler.

Klar ist die Situation auch für gestalterische Tätigkeiten (z.B.: Texter als Nebenjob). Hier wird im Gesetz ausdrücklich die "künstlerische oder gestalterische" Tätigkeit als Freiberuflichkeit definiert. Voraussetzung für eine Freiberuflichkeit ist übrigens nicht, dass Sie alleine arbeiten. Wenn Sie Beschäftigte haben, die Ihnen helfen, Ihre freiberufliche Tätigkeit auszuüben, ändert das nichts. Wenn sich aber mehrere Freiberufler zusammen tun und gemeinsam gründen, ist es keine freiberufliche Tätigkeit. Hier kann mit Hilfe der so genannten Partnergesellschaft ein ähnlicher Status wie der der Freiberuflichkeit erreicht werden. Selbstverständlich stehen dann aber auch alle anderen Rechtsformen offen, die für eine Personenmehrheit geeignet sind.

Kein Freiberufler ist eindeutig, wer Rechner repariert und ähnliche Dienstleistungen im Bereich der Hardware anbietet. Das zeigt sich schon am Namen. Wer sich EDV-Service-Mustermann nennt, kann als gewerblich Tätiger Einzelunternehmer betrachtet werden. Wer sich Informatiker oder Systemanalytiker Mustermann nennt, der geht als freiberuflich tätiger Einzelunternehmer durch. Die Grenzen sind unter Umständen unscharf - das zu Grunde liegende Gesetz ist reichlich alt. Damals gab es eben noch keine Softwareentwickler, PC-Techniker oder Webdesigner. Im Zweifelsfall sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Finanzamt, um in Erfahrung zu bringen, wie Ihre geplante Existenzgründung dort eingestuft wird.

Übrigens: Freiberufler profitieren davon, dass sie mit dem Gewerbeamt oder der Gewerbesteuer nichts zu tun haben. Freiberufler melden sich nur beim Finanzamt an, während gewerblich Tätige eine Anmeldung beim Gewerbeamt und beim Finanzamt vornehmen müssen und dementsprechend auch über die Freibeträge hinaus zur Zahlung der Gewerbesteuer verpflichtet.

Dieser Text wurde von amaveo innovationsmanagement, der Seite rund um die Existenzgründung, Gründungszuschuss und den Businessplan zur Verfügung gestellt. Auf keinen Fall kann mit dem obigen Text eine vollständige Beratung oder Auseinandersetzung mit dem Thema ersetzt werden - insofern wird keinerlei Gewährleistung übernommen.



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